Afrika Tage München 2005      
 
Eindrücke vom Freitag, 20.05.2005
 
Spontane Aktionen auf der Freibühne: Wenn Frauen so schön wie Kamele sind
 
Andere Länder - andere Sitten: Wer hierzulande zu einer Frau sagt "Du bist so schön wie ein Kamel", der darf sich über eine Ohrfeige nicht wundern. Es sei denn, es handelt sich um eine Frau der Tuareg. Denn diese fühlt sich geehrt durch ein wundervolles Kompliment. Auf den Afrika Tagen gaben die Tuareg, die stolzen und unabhängigen Nomaden der Sahara Einblicke in ihre Kultur und zitierten im Anschluss an die Tanzaufführung auf der Freibühne noch spontan Gedichte über die Liebe, die Frauen und die Sehnsucht.
 

Überhaupt - die Freibühne! Sie steht nicht nur in der Mitte des Festivalgeländes, sie entwickelt sich auch zum Mittelpunkt für spontane Aktionen, bietet Raum für Jung und Alt, animiert zum Mitmachen - so wie heute, als Ehab Atia vom Tanzstudio El Karnak mit Kindern erste orientalische Tanzschritte einstudierte. Da applaudierten nicht nur die Eltern, sondern auch zahlreiche Besucher.

Bei strahlend blauem Himmel und T-Shirt-Wetter ließ es sich bestens an den vielen Ständen mit afrikanischen Produkten, mit Trommeln, Tüchern, Holzschnitzereien, Schmuck und vielem mehr stöbern. Auch an den Gastronomieständen bildeten sich Schlangen, füllten sich die Teller mit Couscous, Fufu, Falafel und vielen weiteren Köstlichkeiten der afrikanischen Küche.

Schon am Nachmittag war das Theatron gefüllt, als die Gruppe Tasuma mit westafrikanischen Rhythmen die Besucher ihren Bann zog und zum Feiern und Tanzen anregte. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Ndiaga Diop und seiner Band, die das Publikum mit Yungou-Reggae aus dem Senegal begeisterten.

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