Afrika Tage München 2005      
 
Eindrücke vom Samstag, 21.05.2005
 
Fröhlichkeit ist ansteckend - Festival der Lebensfreude wird seinem Motto gerecht
 
Den ganzen Tag über war sie zu spüren, lag in der Luft, spiegelte sich auf den Gesichtern der Besucher wieder - die Fröhlichkeit, der sich keiner entziehen konnte. Schlangen vor den Essenständen? Macht nichts, um so mehr Muße blieb, um die vielen fremden Gerüche in sich einzusaugen, die stimmungsvollen Eindrücke im Gedächtnis zu speichern, in Gedanken in den nächsten Urlaub zu fahren. Selbst dem kurzen, heftigen Regenschauer begegneten die Besucher mit Gelassenheit - und fanden Schutz unter dem weit aufgespannten Schirmdach des Olympiaparks.

Auch die Trommelklänge zogen Jung und Alt, Schwarz und Weiß in ihren Bann. Ein jeder konnte den Zauber der Trommeln spüren, mit dem ganzen Körper die Schwingungen der Trommeln empfangen und die Energie in sich aufnehmen. Kein Wunder, dass sich um jede spontane Trommelgruppe Menschentrauben bildeten, dass jedes Kind zumindest einmal selbst auf eine Trommel schlagen musste.

Die Nachwuchsshow "Let`s dance for Afrika" am Nachmittag im Theatron hat alle Erwartungen weit übertroffen. Kleine und große Künstler hatten hier die Möglichkeit, ihr Können vor einem großen Publikum zu präsentieren - und bekamen von den zahlreichen Zuschauern ihren wohlverdienten Applaus. Diese Show fand zum ersten Mal statt - aber sicherlich nicht zum letzten Mal.

Höhepunkt des Abends war die Benefizveranstaltung "Hallo Afrika". Namhafte Künstler aus verschiedenen Ländern Afrikas und deutsche Tänzer und Tänzerinnen gastierten unentgeltlich zu Gunsten der Kinder in Afrika. Ehab Atia von der Tanzschule El Karnak führte die Regie und präsentierte eine vielfältige, temperamentvolle und bunte Tanzshow zwischen Tradition und Moderne. Bunte Tücher, farbenprächtige Gewänder, Trommeln und Musik - Körper die sich wie Schlangen winden, mit der Geschmeidigkeit und Kraft einer Raubkatze - Hüften die zum Takt einer Trommel vibrieren. Kein Wunder, dass es dabei auch die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen hielt.

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