Afrika Tage München 2005      
 
Pressestimmen


Getrommelte Freude
Münchener Olympiapark erlebt die zweiten Afrika Tage
Von Andreas Flessa

Im Mai verwandelt sich der Olympiapark in ein afrikanisches Dorf. Tanz und Trommeln, Geschichten und Spiele, Musik und Shows - keine andere Veranstaltung bringt so viel von dem geheimnisvollen Flair des dunklen Kontinents nach München wie die heuer zum zweiten Mal stattfindenden "Afrika Tage".
Mittelpunkt des vom 18. bis 22. Mai dauernden Festivals der afrikanischen Lebensfreude wird der Coubertinplatz sein . Er verwandelt sich in einen Basar. Dort gibt es typisches Kunsthandwerk, von fein gearbeitetem Schmuck über phantasievolle Masken bis hin zu prächtigen Gewändern. Aber auch Märchenerzähler, die mit Geschichten aus der Welt der afrikanischen Mythen nicht nur Kinder verzaubern, und Garküchen, deren Düfte allen hungrigen Marktbesuchern herrliche kulinarische Genüsse versprechen.
In diesem Jahr dreht sich alles um die Trommeln, dem afrikanischsten aller Instrumente. Dabei bieten sich den Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, aus der Rolle des Konsumenten und passiven Betrachters herauszuschlüpfen und sich aktiv zu beteiligen. Wie man richtig auf die Trommel haut, kann man beispielsweise bei Arsene de Souza aus Benin in Westafrika lernen. Und wem die heißen Rhythmen in die Glieder fahren, der kann in einem der zahlreichen Tanzworkshops lernen, wie man sich dazu verführerisch bewegt.
Bei einer Benefizgala, mit deren Erlös Hilfsprojekte in Afrika unterstützt werden, zeigen namhafte Tänzer ihr Können. Afrikanischer Tanz erzählt vom Leben, vom Alltag, bedeutet innere Verbundenheit mit der Erde und der Natur und ist Ausdruck größter Lebensfreude. Genauso wie die Musik, die das Festival an jedem Abend in eine andere Stimmung taucht. Jeweils von 17 bis 22 Uhr treten auf der Theatron-Bühne Gruppen aus Ghana, Äthiopien, Benin, Burkina Faso und dem Senegal auf und reißen - hoffentlich - das Publikum mit Reggae, Roots und heißen Rhythmen mit. Die Schirmherrschaft für die Afrika Tage, die schon im vergangen Jahr Zehntausende auf die Theresienwiese lockten, übernimmt auch in diesem Jahr Münchens "Bürgermeister für Internationales", Hep Monatzeder. Der Eintritt kostet drei Euro.

Süddeutsche Zeitung
Montag, 4. April 2005

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